Pfunds-Kerle

Das gemeinsame Musizieren der Pfunds-Kerle begann 1992 auf der Kobler Alm. Paul und Martin haben die Kobler Alm bewirtschaftet und haben für die Wanderer und Gäste, wenn es die Zeit erlaubte, ein bisschen aufgespielt. Josef, der zu damaliger Zeit noch Student war und in seiner Ferienzeit dies mitbekommen hatte, kam immer gerne mit der von der örtlichen Musikkapelle geliehenen Posaune auf die Alm, um mit Paul und Martin mitzuspielen. Da wurde die Idee geboren, einmal pro Woche einen Hüttenabend zu veranstalten. Josef hatte unten im Dorf ein bisschen Werbung dafür gemacht. So kam noch ein weiterer Freund File Christoph mit der Klarinette dazu. Die Hüttenabende erfreuten sich immer größerer Beliebtheit, dass die Alm-Stube manchmal aus allen Nähten platzte.

Mit dem Namen war man sehr flexibel, anfangs „Paul und seine Gaul“, später wurde der Name „Kobler Alpenjäger“ geboren. Im Herbst von der Alm gekommen hat Paul und Martin sofort begonnen, in dem kleinen Sägewerk des verstorbenen Vaters ein Probelokal zu bauen und es wurde gleich mit den Proben begonnen. Leider wurde dem Christoph neben seinem Beruf als Maler und Mitglied der Musikkapelle die Zeit zu knapp und so machten Martin, Paul und Josef zu dritt weiter. Martin hatte immer schon geplant, sobald es mit der Band floriert, dann wird der Name Pfunds-Kerle verwendet und so war der Grundstein der 3 Kerle gelegt. Die Idee des Namens stammt eigentlich aus der Schulzeit von Martin, denn in der Berufsschule als Käserlehrling hat sein Lehrer ihn nie mit dem Namen angesprochen, sondern mit Pfunds-Kerl, da Martin ja aus dem Ort Pfunds kommt.

Und so sind Martin, Paul und Josef ab Jänner 1994 mit dem Namen Pfunds-Kerle aufgetreten.

Motiviert spielten die 3 Kerle Tiroler Abende und Frühschoppen in der näheren Umgebung. Josef bekam aufgrund der vielen nächtlichen Auftritte immer mehr Probleme in der Schule (Handelsakademie) und auch der Lerneifer fehlte immer mehr – während der ganzen Studienzeit dachte Josef nur noch an die Musik. Somit hatte er dann beschlossen, die Schule abzubrechen und sich nur noch für die Musik zu widmen. So konnte die Zeit besser für Proben genützt werden. Eine schwierige und riskante Wahl war gefällt.

Die Mutter von Josef war mit dieser Entscheidung überhaupt nicht einverstanden und so gab es anfänglich große familiäre Probleme in Josefs Elternhaus – so wohnte er ca. 2 Jahre auf dem Birkenhof bei Paul und Martin und es konnte uneingeschränkt geprobt werden. Auch Paul und Martin kündigten ihren Beruf und es gab nur noch eins – die Musik. Tag und Nacht wurde geübt und keine Sekunde wurde daran gezweifelt, einen falschen Weg eingeschlagen zu haben. Überglücklich und aus voller Überzeugung, das Hobby zum Beruf gemacht zu haben, entschlossen sich die Pfunds-Kerle ein Benefizkonzert zu veranstalten, das damals schon den beachtlichen Betrag von 100.000.- Schilling (€ 7.500.-) einspielte. Das Geld wurde für eine Krankenstation im Dorf Tirol in Brasilien gespendet. In all den Jahren konnten schon weit über 100.000.- Euro für soziale Einrichtungen gespendet werden.

Die Pfunds-Kerle haben sich bis zum heutigen Tag bei keinem Fernseh-Sender beworben, bei keinem Talente-Wettbewerb und keinem Grand-Prix. Ihr Bestreben liegt darin, mit kleinen Schritten nach oben zu kommen und selbst zum Erfolg beizutragen und nicht auf irgendwelche Entdecker zu warten. Ganz nach dem Motto: „Hilf dir selbst und jeder Auftritt muss der Beste sein!“.

Alle drei sind sehr bescheiden aufgewachsen und haben schon als Kind bemerkt, dass die „gebratenen Hühner“ nicht durch die Luft geflogen kommen!

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